Küstenquartett

Wir haben zusammen gelesen und es war sehr schön. Über neunzig Zuhörer waren dabei, als das „Küstenquartett“ seine Premiere in Harsefeld hatte.

Frank Friedrichs, Lena Johannson, Matthias Teut und Clara Weißberg haben im Klosterpark open air aus ihren Romanen vorgetragen, ein laues Lüftchen inclusive. Magische, kriminelle, historische und Liebesgeschichten, die eines gemeinsam hatten: Sie spielen alle an der Küste.

Und der Genre-Mix funktionierte sensationell gut. Garniert mit Anekdoten und der Beantwortung von Fragen aus dem Publikum war das Textmenü offenbar äußerst schmackhaft. Im Publikum jedenfalls wurde viel gelacht und auch für uns war der Auftritt ein Vergnügen.

Wir brechen auf zu neuen Ufern. Sicher gibt es Gelegenheit, uns bald wieder zu hören und zu sehen.

Anleger Maasholm

Aufregend war es, das erste Mal an die Schlei zurückzukehren, seit Meerhimmelblau erschienen ist. Der SCHLEI BOTE hat ganz wunderbar darüber berichtet (zum Artikel) und in der Buchhandlung Gosch in Kappeln habe ich ein paar Bücher signiert. Am Anleger in Maasholm, der für Liane im Buch so wichtig ist, war ich natürlich auch. 🙂 Aus Maasholm und Umgebung stammen die Bilder.

Wildpferde auf der Geltinger Birk

Im Ostseeroman Meerhimmelblau möchte Marie sie besuchen: die Wildpferde auf der Geltinger Birk.

Die Geltinger Birk ist eine Landspitze an der Flensburger Förde und als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Salzwiesen und eingedeichtes Sumpfgebiet prägen die Landschaft, die als Raststätte für Zugvögel und Brutgebiet dient. Im Lauf eines Jahres können hier rund 200 Vogelarten beobachtet werden, heißt es auf der Website des NABU Schleswig-Holstein.

Und auch besagte Wildpferde gibt es dort. Sie halten das Gras kurz und werden ebenso wie Galloway-Rinder zur Landschaftspflege eingesetzt. Es sind Koniks aus den Niederlanden, die Herde lebt ganzjährig draußen, wird aber gut betreut und überwacht.

Es ist möglich, ziemlich nah an sie heranzukommen, indem man an einer der Führungen teilnimmt, die von Juli bis Oktober wöchentlich angeboten werden (vom Verein Wildpferde Geltinger Birk e. V.). Dabei erfährt man viel Interessantes über die Koniks, bekommt unter Umständen allerdings nasse Füße, da das Gebiet sumpfig ist und die Pferde nicht immer dort stehen, wo man es erwartet …

Mehr dazu unter: http://wildpferde-geltinger-birk.de/

Kräne

Es ist Sommer, die Elbe ist nicht weit, von meinem Dorf aus kann ich die Kräne des Hamburger Hafens sehen – da gibt es fast nur ein Lied, das passt. Und es hat Eingang in Meerhimmelblau gefunden, Heinrich bringt es bei seiner Wanderschaft zu Liane an die Schlei, er betört sie damit an einem lauen Sommerabend:

KRÄNE. Von Gisbert zu Knyphausen.

Er singt es hier im Heimathafen Neukölln.

Feldsteinkirchen in Angeln

In der Schleiregion gibt es viele dieser kleinen roman(t)ischen Kirchen aus dem 12. Jahrhundert, aus Feldstein oder Backstein errichtet, die auch in Meerhimmelblau eine Rolle spielen. Von außen unscheinbar, manchmal mit separatem Glockenturm, sind sie innen auf schlichte Weise ausgestattet und verziert.

Das Vorbild für die Kirche im fiktiven Ort Huseby findet sich in Ulsnis an der Schlei. Vielleicht kommt ja mal jemand vorbei – dann kann er nach dem Reliefquader mit dem Liebespaar suchen …

Unten abgebildet ist die St. Andreas-Kirche in Brodersby.

Haithabu

Wenn ich ein Buch schreibe, das in einer bestimmten Gegend spielt, finde ich die Vergangenheit dieses Ortes immer sehr interessant. Waren es in Toskanafrühling die Etrusker, sind es in Meerhimmelblau die Wikinger.

Sehr zu empfehlen, wenn man in diese Vergangenheit eintauchen möchte, ist das Wikinger Museum Haithabu, teilweise ein Freilichtmuseum, in dem man viel über das Leben in der damaligen Zeit (9.-11. Jahrhundert) erfahren kann.

Haithabu war ein Handelszentrum der Wikinger und lag direkt an der Schlei. Auf dem damaligen Siedlungsplatz und damit dem Ausgrabungsgelände befinden sich das Ausstellungsgebäude und sieben rekonstruierte Wikingerhäuser, die zu besichtigen sind und in denen vielfältige Aktionen stattfinden.

http://haithabu.de

Die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk gehören seit 2018 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Osterlämmer an der Ostsee

Und es gibt sie doch – die Orte, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Und das nicht nur im Buch, sondern von dieser Welt 🙂

Einer davon findet sich an der Mecklenburgischen Ostseeküste, nämlich die Alte Schule in Mechelsdorf. Dort leben nicht nur zwei außergewöhnliche Menschen, die ganz tatkräftig ein kleines Paradies erschaffen haben (Paradiese entstehen eben nicht nur aus Träumen, auch wenn ein Traum oft am Anfang steht), sondern außerdem viele Schafe und Ziegen. Und Hühner, unter anderem.

Aus der Ziegen- und Schafsmilch wird Käse gewonnen. Man kann ihn kosten und kaufen: www.labergerie-hofkaeserei.de

Und in der Alten Schule darf man für ein paar Tage die Seele baumeln lassen, es gibt zwei Ferienwohnungen: www.alte-schule-mechelsdorf.de

Auf Schafe trifft auch Liane in Meerhimmelblau

Meerhimmelblau

Der neue Ostseeroman ist da! Naja, noch nicht ganz, aber die Ankündigung steht:

Wenn das Leben anklopft und du nicht nein sagen kannst …

weissberg_cover_meerhimmelblauÜber Liane bricht nicht nur ihr Leben, sondern auch das Bücherregal zusammen. Von ihrem Mann auf Zeit verlassen und von ihrem Job als Bibliothekarin genervt, beschließt Liane, sich eine Auszeit zu nehmen: Sie fährt an die Schlei. An dem idyllischen Meeresarm der Ostsee mit versteckten Buchten, kleinen Stränden und hübschen Reetdachhäusern findet Liane ihr Sommerparadies. Aber nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen geben ihr ein Zuhause. Vor allem der Restaurator Fabian, mit dem sie unbeschwerte Stunden verbringt. Aber Liane ist Liane und kann nicht aus ihrer Haut: Was ist mit ihrer Ehe? Ihrem Job? Am Ende des Sommers steht sie vor der größten Entscheidung ihres Lebens … Wird sie einen neuen Anfang wagen?

Das sind doch schöne Aussichten 🙂