Was Autorinnen vormittags tun

Um den Beruf des Autors ranken sich viele Mythen. Ist es überhaupt ein Beruf? Oder doch eher Hobby? Kann man damit denn Geld verdienen?

In der „Federwelt“ Nr. 129, Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, berichte ich über das Bild, das Leute von Bücherschreibern haben. Und räume mit ein paar Mythen auf. In dem Artikel schildere ich nicht nur eigene Erfahrungen, sondern habe auch acht Kollegen befragt. Unter anderem Julie Leuze, Ulrike Sosnitza und Lucy Astner erzählen wunderbar davon, mit welchem Bild vom Schriftsteller sie schon konfrontiert waren und wie ihr Arbeitsalltag tatsächlich aussieht.Federwelt Nr. 129

Der Titel des Artikels lautet: „Willst du nicht auch mal richtig arbeiten?“ Wer sich schon immer fragte, was Autorinnen vormittags tun (Antwort a): Sektfrühstück mit Freundinnen vermutlich, oder? Natürlich erst, nachdem sie ausgeschlafen haben;
Antwort b: Äh … schreiben?; Antwort c): Shoppen gehen, damit sie für die nächste Lesung was zum Anziehen haben. *), wird hier aufschlussreiche Einblicke erhalten. Und auch sonst ist die „Federwelt“ wie immer lohnend für alle Menschen, die selbst schreiben.

zur Federwelt-Ausgabe

* Richtig ist Antwort b)

Bücher und Meer

Letzten Donnerstag habe ich eine wunderbare Lesung in Grömitz erlebt. Direkt an der Ostsee fand sie statt, im Saal B-Deck am Yachthafen. Die wechselnden Farben des Meeres inklusive.

Kennengelernt habe ich eine ausgesprochen engagierte Buchhändlerin, die Liane mochte und einen ähnlichen Weg genommen hat: Sie ist von Düsseldorf nach Grömitz gezogen, um dort eine Buchhandlung zu eröffnen. Diese trägt den schlichten Namen Buchhandlung am Meer. Wer nach Grömitz kommt und Bücher mag, sollte sie nicht verpassen.

Es gibt natürlich auch in anderen Küstenorten Buchhandlungen, die zumindest ich immer sehr gerne besuche.

Bücher und Meer und Bücher und Meer und Bücher … die perfekte Verbindung.

Wohnzimmerlesung

Und noch eine vorweihnachtliche Neuigkeit: Unter dem Motto „Verschenke eine Wohnzimmerlesung“ können Autorenlesungen gebucht und zu Weihnachten verschenkt werden. Gegen eine Spende von mindestens 100 Euro kommt ein Autor zum vereinbarten Termin ins eigene Wohnzimmer. Für den Gabentisch gibt es einen schön gestalteten Gutschein.

Unterstützt wird damit die Organisation DocMobile – Medical Help! e.V., die Hilfesuchenden (z. Zt. auf den griechischen Inseln) dringend benötigte medizinische Erstversorgung bietet. Über die Aktion der Initiative „Autoren helfen“ , an der sich auch einige Bestsellerautoren beteiligen, berichtete das Börsenblatt. Die Autoren lesen in verschiedenen Städten, für Hamburg sind auch Lesungen aus meinen Büchern erhältlich.

Bildnachweis: Miniatur/Foto: Joy Schalunke

Winterroman

Letzte Nacht habe ich von Eisbären geträumt. Hat das etwas zu bedeuten?

Der Sommer ist vorbei, der Himmel eher grau als blau, und ich habe mich an den Schreibtisch zurückgezogen. Ja, es wird einen neuen Clara-Weißberg-Roman geben, und diesmal wird es sogar ein Winterroman. Das finde ich großartig. Denn auch Wasser wird wieder eine Rolle spielen, ein Meer, und das hat im Winter natürlich einen besonderen Zauber. Ich also schreibe und stemme mich in Gedanken gegen den Wind. Allen, die dem Herbstblues ein Schnippchen schlagen wollen, empfehle ich eine warme Wollmütze aufzusetzen und rauszugehen, abends irgendwo Salsa zu tanzen (das kann man im Winter ganz wunderbar) oder auf dem Sofa zu liegen und in der Erellgorh-Trilogie meines Schreibfreundes Matthias Teut zu schmökern. Geht auch alles nacheinander.