Wildpferde auf der Geltinger Birk

Im Ostseeroman Meerhimmelblau möchte Marie sie besuchen: die Wildpferde auf der Geltinger Birk.

Die Geltinger Birk ist eine Landspitze an der Flensburger Förde und als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Salzwiesen und eingedeichtes Sumpfgebiet prägen die Landschaft, die als Raststätte für Zugvögel und Brutgebiet dient. Im Lauf eines Jahres können hier rund 200 Vogelarten beobachtet werden, heißt es auf der Website des NABU Schleswig-Holstein.

Und auch besagte Wildpferde gibt es dort. Sie halten das Gras kurz und werden ebenso wie Galloway-Rinder zur Landschaftspflege eingesetzt. Es sind Koniks aus den Niederlanden, die Herde lebt ganzjährig draußen, wird aber gut betreut und überwacht.

Es ist möglich, ziemlich nah an sie heranzukommen, indem man an einer der Führungen teilnimmt, die von Juli bis Oktober wöchentlich angeboten werden (vom Verein Wildpferde Geltinger Birk e. V.). Dabei erfährt man viel Interessantes über die Koniks, bekommt unter Umständen allerdings nasse Füße, da das Gebiet sumpfig ist und die Pferde nicht immer dort stehen, wo man es erwartet …

Mehr dazu unter: http://wildpferde-geltinger-birk.de/

Kräne

Es ist Sommer, die Elbe ist nicht weit, von meinem Dorf aus kann ich die Kräne des Hamburger Hafens sehen – da gibt es fast nur ein Lied, das passt. Und es hat Eingang in Meerhimmelblau gefunden, Heinrich bringt es bei seiner Wanderschaft zu Liane an die Schlei, er betört sie damit an einem lauen Sommerabend:

KRÄNE. Von Gisbert zu Knyphausen.

Er singt es hier im Heimathafen Neukölln.

Feldsteinkirchen in Angeln

In der Schleiregion gibt es viele dieser kleinen roman(t)ischen Kirchen aus dem 12. Jahrhundert, aus Feldstein oder Backstein errichtet, die auch in Meerhimmelblau eine Rolle spielen. Von außen unscheinbar, manchmal mit separatem Glockenturm, sind sie innen auf schlichte Weise ausgestattet und verziert.

Das Vorbild für die Kirche im fiktiven Ort Huseby findet sich in Ulsnis an der Schlei. Vielleicht kommt ja mal jemand vorbei – dann kann er nach dem Reliefquader mit dem Liebespaar suchen …

Unten abgebildet ist die St. Andreas-Kirche in Brodersby.

Haithabu

Wenn ich ein Buch schreibe, das in einer bestimmten Gegend spielt, finde ich die Vergangenheit dieses Ortes immer sehr interessant. Waren es in Toskanafrühling die Etrusker, sind es in Meerhimmelblau die Wikinger.

Sehr zu empfehlen, wenn man in diese Vergangenheit eintauchen möchte, ist das Wikinger Museum Haithabu, teilweise ein Freilichtmuseum, in dem man viel über das Leben in der damaligen Zeit (9.-11. Jahrhundert) erfahren kann.

Haithabu war ein Handelszentrum der Wikinger und lag direkt an der Schlei. Auf dem damaligen Siedlungsplatz und damit dem Ausgrabungsgelände befinden sich das Ausstellungsgebäude und sieben rekonstruierte Wikingerhäuser, die zu besichtigen sind und in denen vielfältige Aktionen stattfinden.

http://haithabu.de

Die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk gehören seit 2018 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Osterlämmer an der Ostsee

Und es gibt sie doch – die Orte, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Und das nicht nur im Buch, sondern von dieser Welt 🙂

Einer davon findet sich an der Mecklenburgischen Ostseeküste, nämlich die Alte Schule in Mechelsdorf. Dort leben nicht nur zwei außergewöhnliche Menschen, die ganz tatkräftig ein kleines Paradies erschaffen haben (Paradiese entstehen eben nicht nur aus Träumen, auch wenn ein Traum oft am Anfang steht), sondern außerdem viele Schafe und Ziegen. Und Hühner, unter anderem.

Aus der Ziegen- und Schafsmilch wird Käse gewonnen. Man kann ihn kosten und kaufen: www.labergerie-hofkaeserei.de

Und in der Alten Schule darf man für ein paar Tage die Seele baumeln lassen, es gibt zwei Ferienwohnungen: www.alte-schule-mechelsdorf.de

Auf Schafe trifft auch Liane in Meerhimmelblau

Ostern in der Toskana

Frühling in der Toskana und bald Ostern!

Wer eine ‚Colomba di Pasqua‘ nachbacken möchte, eine typisch italienische Ostertaube, so wie Mia sie zusammen mit Anna Maria in der Backstube zaubert – eine ausführliche Anleitung findet sich hier: http://ricette.giallozafferano.it/Colomba-di-Pasqua.html

Und ein Rezept auf Deutsch kann man hier lesen: http://www.essen-und-trinken.de/colomba-pasquale

Ansonsten eignet sich Toskanafrühling natürlich bestens als Reiselektüre, wenn man die Osterzeit in Italien verbringt.

Frohe Ostern / buona pasqua!

Saisonbeginn

Im Garten habe ich einen gelben Schmetterling gesichtet. Es wird Frühling …!

Einen Einstand (in die neue Saison) gab es gestern Abend in der Essigfabrik in Lübeck: Eine Lesung aus Toskanafrühling mit Musik und zweiter Lesestimme von Ulrich Kodjo Wendt. Ich bin immer wieder glücklich, ihm zuhören zu können :-).

Einen herzlichen Dank an die Deutsch-italienische Gesellschaft Lübeck, die uns eingeladen hat, Peter Messerschmidt für die Bereitstellung seiner schönen Location und meiner Kollegin Johanna Prinz für die Fotos!

Meerhimmelblau

Der neue Ostseeroman ist da! Naja, noch nicht ganz, aber die Ankündigung steht:

Wenn das Leben anklopft und du nicht nein sagen kannst …

weissberg_cover_meerhimmelblauÜber Liane bricht nicht nur ihr Leben, sondern auch das Bücherregal zusammen. Von ihrem Mann auf Zeit verlassen und von ihrem Job als Bibliothekarin genervt, beschließt Liane, sich eine Auszeit zu nehmen: Sie fährt an die Schlei. An dem idyllischen Meeresarm der Ostsee mit versteckten Buchten, kleinen Stränden und hübschen Reetdachhäusern findet Liane ihr Sommerparadies. Aber nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen geben ihr ein Zuhause. Vor allem der Restaurator Fabian, mit dem sie unbeschwerte Stunden verbringt. Aber Liane ist Liane und kann nicht aus ihrer Haut: Was ist mit ihrer Ehe? Ihrem Job? Am Ende des Sommers steht sie vor der größten Entscheidung ihres Lebens … Wird sie einen neuen Anfang wagen?

Das sind doch schöne Aussichten 🙂

Palio von Siena

In Toskanafrühling erzählt Filippo Mia davon, während beide durch die Stadt spazieren. Und es gibt ihn tatsächlich: den Palio von Siena, ein Pferderennen, das mitten im historischen Zentrum auf der Piazza del Campo stattfindet.

Übermorgen wird der Palio in Siena gelaufen – so wie jedes Jahr am 16. August und am 2. Juli, einmal zu Ehren der Jungfrau Maria, das andere Mal zu Ehren der Madonna von Provenzano. Bevor die zehn Pferde auf die Bahn gehen, findet die Auslosung statt, d. h. ihre Zuordnung zu den Stadtvierteln, den sogenannten Contraden, außerdem mehrere Probeläufe und schließlich eine Generalprobe. Die Spannung über den Ausgang des Rennens steigt mit jedem Tag.

Am Abend der Generalprobe sitzen die Sieneser in langen Reihen in den Gassen und auf den Plätzen beisammen, bei den Festessen, in Erwartung des großen Ereignisses. In der Stadt sieht man die Fahnenschwinger, hört die Gesänge der Contraden, sieht Männer vor den bewachten Ställen sitzen und Pferde, die durch enge Gassen geführt werden. Dieses traditionelle Fest hat eine Atmosphäre, der sich auch Außenstehende schwer entziehen können.

Einen Eindruck davon vermitteln die wirklich schönen Fotos von Jörg Schellschmidt, auf die ich hier verlinke: http://www.toskana-album.de/siena-derpalio.html

Auch die anderen Fotos in diesem Toskana-Album sind sehenswert!

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Blauer Himmel

Zum Sommer gehören auch ein paar italienische Schlager aus den 60ern und 70ern: zum Beispiel Azzurro, gesungen von Adriano Celentano (so cool, das wirkt sofort erfrischend); es handelt von einem langen Sommernachmittag in der Stadt, während das geliebte DU bereits an den Strand entschwunden ist.

Oder Ornella Vanoni, die mit brasilianischen Rhythmen die Traurigkeit besingt, die – bitte schön – vor der Tür bleiben soll: Tristezza

Ein Klassiker: Volare, auch hier geht es um den blauen Himmel, in den man sich träumend kurzerhand erhebt und der, im Erwachen, zu blauen Augen wird …

Und noch einmal zum Schmachten und Schmunzeln: Parole Parole (Mina und Adriano Celentano)

Bleibt: Una festa sui prati

Hat was, oder? Und jetzt alle: Azzurro … Viel Spaß beim Anschauen und Hören!

Etrusker-Museum in Murlo

Das Etrusker-Museum in Murlo, das Mia in Toskanafrühling mit Sandro besucht, gibt es übrigens tatsächlich. Und es ist einen Besuch wert! Dort befinden sich Funde der nahe gelegenen Ausgrabungsstätte Poggio Civitate. Es ist ein kleines Museum und sehr reizvoll.

Eine eigene Website habe ich nicht gefunden, aber einen facebook-Link gibt es und eine Unterseite der Museen von Siena, wo man zumindest die Öffnungszeiten und Aktuelles erfährt (Vorsicht: Mittagspause und offenbar nur Donnerstag bis Sonntag geöffnet, im Winter sogar nur Freitag bis Sonntag).

Name des Museums: Antiquarium di Poggio Civitate, Museo Archeologico Murlo
befindet sich im: Palazzo Vescovile, Ortsteil: Castello di Murlo.

Museum_Murlo